Eva Maria Lassnitzer hat 1994 zusammen mit Michael Gaidoschik das „Recheninstitut zur Förderung mathematischen Denkens“ in Wien und Graz gegründet und bis 2016 geleitet. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte im Institut waren die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen mathematischen Lernschwierigkeiten, prozessbezogene Lernstandsanalysen und individuelle Förderplanungen, die Beratung und Schulung von Eltern und Lehrkräften, die Ausbildung der Therapeut:innen des Instituts, Erarbeitung von Interviewleitfäden für die Durchführung prozessbezogener Lernstandsanalysen, Erarbeitung von Lernmaterialien für Kinder mit mathematischen Lernschwierigkeiten, sowie Mitarbeit an diversen Forschungsprojekten.
Sie ist seit 30 Jahren in der Fort- und Weiterbildung zu Mathematikdidaktik für Lehrer:innen tätig, v.a. in Österreich und Südtirol. In Südtirol hat sie verschiedene Arbeitsgruppen (u.a. „Fachkreis Mathematik im Kindergarten“ im Vinschgau, „Fachberater:innen für Mathematik“ im Pustertal) geleitet oder wissenschaftlich beraten.
Einen weiteren und aktuellen Tätigkeitsschwerpunkt machen Lehraufträge aus, u.a. an der Freien Universität Bozen für das Fach „Inklusive Didaktik für die logisch-mathematischen Fächer” im Spezialisierungslehrgang für Inklusion mit Fokus auf Kinder und Schülerinnen mit Behinderungen im Kindergarten und der Grundschule, an der Tiroler Privatuniversität UMIT im Universitätslehrgang „Ausbildung zurzum Akademischen Dyskalkulie-TherapeutinTherapeuten bzw. Akademischen TherapeutinTherapeuten für Rechenschwäche“ und in der Primarstufenpädagogik der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig Salzburg. Hier hat sie im Rahmen der Lehrveranstaltung „Diagnostik und Modelle der Begabungs- und Begabtenförderung“ am Aufbau des Salzburger Förderzentrums mitgewirkt. Aktuell ist Eva Lassnitzer Forschungsassistentin an der Freien Universität Bozen im Projekt DiToM (Diagnostic Tools in Mathematics). DiToM ist ein von der EU gefördertes ERASMUS + Projekt, in dem Partner aus sieben EU-Ländern zusammenarbeiten. Kernanliegen des Projekts ist die Entwicklung von Screening-Tests in den Bereichen Arithmetik und Algebra für Lehrer:innen. Insgesamt fünf Screenings (vom Schulanfang bis zum Ende der Sekundarstufe 1) sollen Einblick geben, ob notwendige Kompetenzen für das weitere Lernen erreicht sind.